Eine Anki-Alternative für Japanisch

Anki ist eines der besten Werkzeuge, die es für Gedächtnisarbeit gibt. Das Problem ist nicht das Werkzeug — es ist, dass ein Werkzeug kein Lehrplan ist.

Anki ist ein leerer Karteikasten: Man bringt Inhalte, Reihenfolge und Eselsbrücken selbst mit, FSRS läuft erst seit Version 23.10 eingebaut. KOTOBA liefert Curriculum und Wiederholung fertig — Kana bis N1 in fester Reihenfolge, Kanji nach Radikalen, Audio und Beispielsätze auf jeder Karte, Oberfläche auf Deutsch.

Shishi · 獅子
Shishi — der Okinawa-Shisa, der dich durch KOTOBA führt.
„Anki ist ein guter Karteikasten. Ich bin der, der weiß, was hineingehört."

Fair bleiben

Was Anki besser kann

Eine Vergleichsseite, die dem eigenen Produkt jeden Punkt gibt, ist keine Information. Diese vier Dinge kann Anki wirklich besser.

  • Beliebige Inhalte. Anki lernt Japanisch, Anatomie, Vogelstimmen und den Sitzplan des eigenen Vorstands. KOTOBA lernt Japanisch. Wer ein Werkzeug für alles sucht, sucht Anki.
  • Vollständige Kontrolle über die Karte. Kartentypen, Feldlogik, CSS, JavaScript im Template. Wer genau weiß, wie seine Karte aussehen soll, baut sie in Anki und nirgends sonst.
  • Ein riesiges Ökosystem. Add-ons für fast jeden Sonderwunsch, tausende geteilte Decks, eine sehr aktive Community.
  • Vollständig kostenlos und quelloffen — außer der iOS-App. Deine Daten liegen in einer SQLite-Datei, die dir gehört.

Wenn du deine Karten gern selbst baust und dabei Fortschritte machst: bleib bei Anki. Diese Seite ist nicht für dich geschrieben.

Der Kern

Das leere Deck ist das eigentliche Problem

Anki gibt dir einen Karten-Editor. Was darin steht, in welcher Reihenfolge es kommt, mit welchen Eselsbrücken und welchen Beispielsätzen — das entscheidest du. Für Fortgeschrittene mit eigenem System ist genau das die Stärke. Für Anfänger:innen ist es die Hürde, an der die meisten hängenbleiben, und zwar aus einem Grund, der wenig mit Disziplin zu tun hat: Man kann eine Reihenfolge nicht planen, wenn man das Feld noch nicht kennt.

Welche 100 Kanji gehören zu N5? In welcher Reihenfolge bauen die Radikale aufeinander auf? Welche Vokabel darf man einführen, ohne dass ihr Beispielsatz drei ungelernte Zeichen enthält? Das sind Entscheidungen, die Sprachdidaktik voraussetzen — also genau das, was man erst am Ende hat.

Der übliche Ausweg ist ein fremdes Deck aus dem Netz. Damit erbt man die Auswahl und die Übersetzungen von jemandem, den man nicht kennt: uneinheitliche Qualität, oft nur englische Bedeutungen, meist ohne Beispielsätze, ohne Audio, ohne Strichfolgen — und ohne Erklärung, warum Karte 400 vor Karte 80 kommt.

Vergleich

Anki und KOTOBA nebeneinander

  Anki KOTOBA
Curriculum Du bringst es selbst mit — oder erbst ein fremdes Deck. Kana → N5 → N4 → N3 → N2 → N1, strikt sequenziell freigeschaltet.
Kanji-Methode Was auch immer im Deck steht. Meist isoliert. Radikal → Kanji → Wörter, mit Story-Mnemonik und KanjiVG-Strichfolge.
Wiederholung FSRS seit Version 23.10 eingebaut, aber optional und einzustellen. FSRS voreingestellt, keine Konfiguration nötig.
Neue Karten pro Tag Manuelle Grenze, jederzeit überschreitbar. Dosiert (Standard 10), Wiederholungen werden nie gedrosselt.
Beispielsätze Nur wenn das Deck welche mitbringt. Auf jeder Vokabel — und geprüft darauf, keine ungelehrten Zeichen zu enthalten.
Sprache der Oberfläche Mehrsprachig; die meisten Japanisch-Decks sind englisch. Deutsch, von Anfang bis Ende — auch die Erklärungen.
Einstufung Karten von Hand vergraben oder überspringen. Adaptiver Einstufungstest, 5–10 Minuten, beim ersten Start.
Manga Extern. Integrierte Bibliothek: jedes Kapitel als Lernpfad mit seinem Wortschatz.
Anpassbarkeit Praktisch unbegrenzt: Kartentypen, Add-ons, eigene Templates. Bewusst begrenzt. Ein klarer nächster Schritt statt einer Werkbank.
Preis Kostenlos, quelloffen; iOS-App einmalig kostenpflichtig. Lernpfad kostenlos; Themen-Sets und Manga-Bibliothek 2,99 € im Monat.

Entscheidungshilfe

Wer sollte wechseln — und wer nicht?

Wechseln lohnt sich, wenn …

… du bei null anfängst und nicht weißt, in welcher Reihenfolge; wenn du Anki schon zweimal angefangen und beim Deck-Suchen aufgehört hast; wenn du deutsche Erklärungen willst; wenn du Manga oder Anime als Ziel hast; wenn dir Karten bauen keinen Spaß macht.

Bleib bei Anki, wenn …

… du ein System hast, das funktioniert; wenn du ein Deck aus einem bestimmten Lehrbuch abarbeitest; wenn du auch andere Fächer damit lernst; wenn du deine Kartentypen selbst gestalten willst; wenn dir volle Datenhoheit über eine lokale Datei wichtig ist.

Beides parallel ist übrigens kein Widerspruch — und für Fortgeschrittene oft die beste Lösung: der geführte Pfad für die Struktur, Anki für den eigenen Sonderwortschatz.

Häufige Fragen

Wechsel und Vergleich

Was ist die beste Anki-Alternative für Japanisch?

Das hängt davon ab, was fehlt. Wenn das Problem der Algorithmus ist, gibt es keins — Anki hat FSRS seit Version 23.10 eingebaut. Wenn das Problem das leere Deck ist, brauchst du eine App mit fertigem Curriculum: feste Reihenfolge von Kana bis N1, Kanji nach Radikalen, Beispielsätze und Audio auf jeder Karte. KOTOBA ist genau darauf ausgelegt, auf Deutsch.

Ist Anki gut zum Japanischlernen?

Als Wiederholungsmaschine ist Anki hervorragend und praktisch unschlagbar anpassbar. Als Lernprogramm ist es leer: Es bringt kein Curriculum, keine Reihenfolge, keine Eselsbrücken und keine Beispielsätze mit. Für Fortgeschrittene mit eigenem System ist das die Stärke, für Anfänger:innen die Hürde, an der die meisten hängenbleiben.

Benutzt KOTOBA denselben Algorithmus wie Anki?

Beide benutzen FSRS. Der Unterschied liegt nicht im Algorithmus, sondern darin, was er zu tun bekommt: In Anki musst du FSRS aktivieren, Parameter pflegen und die Karten selbst mitbringen. In KOTOBA ist FSRS voreingestellt, und jedes Kana, Kanji, Wort und jeder Grammatikpunkt des Curriculums ist von Haus aus eine Karte.

Kann ich meine Anki-Decks mitnehmen?

Ja. Eine .apkg-Datei lässt sich als Themen-Set importieren; daraus werden ganz normale Lektionen mit denselben SRS-Karten wie der Rest. Was nicht mitkommt, sind Eselsbrücken, Strichfolgen und Beispielsätze — die schreibt für ein fremdes Deck niemand, und sie zu erfinden wäre schlechter als sie wegzulassen.

Was kostet KOTOBA im Vergleich zu Anki?

Anki ist auf Desktop und Android kostenlos und quelloffen, die iOS-App kostet einmalig. Bei KOTOBA ist der komplette Lernpfad von Kana bis N1 samt Wiederholung und Statistiken kostenlos; 2,99 € im Monat schalten alle Themen-Sets und die ganze Manga-Bibliothek frei. Es gibt keine Werbung und kein ablaufendes Testabo.

Kein Deck suchen. Anfangen.

Kana bis N1, in der Reihenfolge, die aufeinander aufbaut — und jeden Tag genau ein klarer nächster Schritt.

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